Loading

Ziel war ein Imagefilm, das zeigen der Einrichtung und das zeigen
der Bewohner (Menschen mit Handicap) und deren Mitarbeiter. Ich bin für ein
Vorgespräch nach Bayern gefahren um mir ein eindeutiges Bild machen zu können,
ob das alles so mit meinen ethischen Vorstellungen einhergeht. Nach den
Gesprächen und Besichtigungen der Einrichtungen konnte ich dieses bestätigen.
Für mich war es ein Projekt voller Leben und Energie, die Zeit war eindrucksvoll
und emotional. Mir waren die Erfahrungen und die Zusammenarbeit mit allen
sehr wichtig. Im Schnitt war mir die Ästhetik und das Gefühl besonders wichtig.
Ich wollte, ungerne das Wort “Behinderung” benutzen. Da ich finde das man Menschen
nicht auf ein Wort reduzieren sollte. Ich schrieb einen poetischen Text und
ließ ihn von einer jungen Sängerin einsprechen. Ich entschied mich für Gefühl
und Sprache. Indem ich den Film selber schnitt, hatte ich die Kontrolle über die
Bildwelten in meinem Kopf und meinen Vorstellungen darüber wie es sein sollte.
Der Film kam am Ende bei allen gut an und auch die Rückmeldungen waren
wirklich toll. Alles wurde wirklich schön präsentiert und so erhielt der Prozess
eine gute und ansprechende Würdigung.

Der Film wurde in einem tollem Gebäude mit Feier präsentiert, und heute läuft der Film sogar im Kino. Für alle Beteiligten ist das wohl der größte Erfolg, sich im Kino zu sehen. Doch in der ganzen Zeit habe ich immer wieder an mir selbst gezweifelt und hatte Angst das es nichts
werden wird, weil ich von Anfang an, irgendwie diese Zweifler mitgenommen
habe. Doch heute weiß ich das es totaler Quatsch ist, so auf die Angst anderer zu
hören, es ist doch egal ob ich von der Filmhochschule komme oder nur spontan
einfach Filme drehe, weil ich darin einen künstlerischen Wert sehe. Wenn ich
mir treu bleibe und mich Menschen aufgrund meiner Arbeit ansprechen, dann
sollte ich mir auch weiterhin vertrauen und Mut haben. Nichts desto trotz war es
eine gute Idee einen Kameramann mit zu nehmen, weil ich mich so mehr auf die
Teilnehmer konzentrierten konnte.

Ich konnte mich zu 100% auf das Zwischenmenschliche konzentrieren und das war ganz wichtig für die Gruppenarbeit mit den unterschiedlichen Kindern, Menschen und Familien. Also war auch diese anfängliche Störung eher positiv für das ganze Projekt und ich habe viel lernen
können.

Wirklich ein tolles Projekt.

Eines der größten Projekte die ich bis bis jetzt gemacht habe.
Ich bin sehr stolz, auf alle die dabei mitgemacht haben und die so tatkräftig geholfen haben.

Vielen Dank an:

Gabi Allgayer-Pfaff
Manfred Steger
Wolfgang Mussgnug
Veronika Lechner
Leon Waterkamp
Hannes Treß
der ganzen Lebenshilfe Donau-Ries
und allen anderen die mit gemacht haben.